Bild1Guten Tag,
Sie befinden sich hier auf meiner privaten Webseite. Vielleicht haben Sie mich hier gefunden, weil Sie an meiner Arbeit als Systemischer Berater und Therapeut interessiert sind. Wenn dies der Fall ist, möchte ich Sie einladen, auf meine Webseite www.bodirsky-systeme.de zu wechseln. Dort finden Sie alle relevanten Informationen.

Wenn Sie meinen Namen mit Aus- und Weiterbildungsangeboten zu den Themen Familienaufstellungen, bzw. Strukturaufstellungen nach SySt in Verbindung bringen - dann schauen Sie doch bitte auf die Webseite www.institut-swt.de, dort finden Sie ausführliche Antworten auf Ihre Fragen.

Ok - Sie sind immer noch hier. Meine Arbeit scheint also nicht der primäre Grund für Sie gewesen zu sein. Welche Seite meines Lebens interessiert Sie?

Ich bin an gesellschaftspolitischen Fragen interessiert, darum habe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in der lokalen Politik engagiert. Dazu finden Sie Informationen unter dem Punkt Politik. Ein politischer Schwerpunkt sind für mich Fragen der Finanz- und Sozialpolitik. Ich bin ein überzeugter Anhänger eines bedingungslosen Grundeinkommens, daher gibt es hier einen eigenen Punkt Grundeinkommen.

Und wenn Ihr Interesse einen anderen Grund hat, dann bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit, mich direkt anzusprechen. Dazu finden Sie nützliche Hinweise unter Kontakt.


Bild1Das Licht der Welt erblickte ich 1951 in Pembury, in der Grafschaft Kent in England. Diesen Umstand verdanke ich der Tatsache, dass meine Eltern aus unterschiedlichen Gründen im Krieg nach England flüchteten, und sich dort kennen lernten.

Meine frühe Kindheit verbrachte ich in der deutschsprachigen Schweiz, in Greinau am Fuße der Zugspitze, und zuletzt in Lugano, in der italienischen Schweiz.

Meine Schulzeit startete noch in Lugano, mit 10 Jahren kam ich in das Marien-Ludwig-Ferdinand Kinderheim nach München. In München blieb ich bis 1995, und wechselte danach nach Hannover. Auf diese Weise habe ich -im wesentlichen ohne mein Zutun- verschiedene Länder und Gesellschaftsschichten kennen lernen können.

In meiner Freizeit spiele ich Gitarre, so die Zeit es zuläßt. Die Liedermacher der 70-er Jahre (Hannes Wader, Reinhard Mey, Zupfgeigenhansel), aber auch alte Bauernlieder bilden den Schwerpunkt. Und natürlich fasziniert mich die finger-picking Spieltechnik von Werner Lämmerhirt und anderen.

Ich hätte mich nicht bei Slow Food engagiert, wenn mir nicht alles rund um das Thema Essen & Trinken am Herzen liegen würde, wobei mich die Vielfalt der regionale Küche (und die gibt es ja weltweit) fasziniert.

Ich bin ein neugieriger Mensch

Mich interessiert die Politik, die dort agierenden Menschen und die daraus entstehenden Zusammenhänge. Politik lebt aber auch davon, dass sich Menschen aktiv daran beteiligen.

So wurde ich Mitglied bei »Bündnis 90 / Die Grünen«, und vertrat die Grünen von 2001 bis 2011 im Bezirksrat Bothfeld/Vahrenheide. Von 2009 bis 2011 saß ich im Rat der Stadt Hannover, ich war der sozialpolitische Sprecher meiner Fraktion, und zusätzlich im Finanz- und Wirtschaftsausschuss.

Seit Herbst 2011 bin ich aus beruflichen Gründen aus der aktiven Politik ausgeschieden. Zwei Jahre später bin ich auch aus der Grünen Partei ausgetreten - dazu gab es mehrere Gründe:

  • - Das festhalten an einer EU, die durch ihre neoliberale Politik den Mächtigen, aber nicht den Menschen dient,

  • - Die -in meinen Augen falsche- Version der Gleichberechtigung durch 'gleich machen' von Mann und Frau auf dem Rücken der Kinder (echte Gleichberechtigung bedeutet für mich eine Gleichwertigkeit in der Unterschiedlichkeit - wozu das bedingungslose Grundeinkommen ein wichtiger Punkt ist)

  • - Die Angst vor neuen, innovativen Konzepten - Beispiel: Bedingungsloses Grundeinkommen, das nebenbei auch eine Antwort auf das Thema 'Altersarmut' ist.


Bisher wurde nichts getan, um die Finanzkrise wirklich in den Griff zu bekommen. Ich war von Anfang an der Meinung, dass der Euro viel zu früh und unüberlegt eingeführt wurde - und dass er nicht von Dauer sein wird. Ich befürchte, in diesem Punkt könnte ich Recht haben.

Ich hatte mich im Grünen Netzwerk Grundeinkommen engagiert, und bin Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Grundeinkommen Hannover. Mehr dazu erfahren sie auch unter dem Punkt Grundeinkommen.

Das bedingungslose Grundeinkommen

Ende des 19. Jahrhunderts enstand der sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz, sowie die dazu notwendige Idee eines ewigen Wachstums. Die soziale Existenz von Menschen wurde mit einem Arbeitsplatz verknüpft, und damit alle Menschen immer arbeiten können und somit sozial abgesichert sind, braucht es permanentes Wachstum.

Was für das ausgehende 19. Jahrhundert eine gute Idee war, geriet bereits in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts an seine Grenzen - die Arbeit ging aus! Über den New Deal in Amerika streiten sich die Wirtschafts-Wissenschaftler heute noch, ob er geholfen hat, oder doch schädlich war. In Deutschland kam (auch) dank der Arbeitslosigkeit Hitler an die Macht, weil er Arbeit versprach. Heute wissen wir, was sein Plan war: Er bereitete Deutschland auf einen Krieg vor.

Mit einem Krieg können zunächst nahezu grenzenlos Arbeitsplätze geschaffen werden - so zynisch das klingt. Und weiterhin haben wir 6 Jahre lang alles getan, um Europa zu zerstören. So konnte nach 1945 die wachstumsbasierte Wirtschaft noch einmal so richtig zeigen, was sie kann: In lediglich 25 Jahren wurde alles wieder aufgebaut! Und Anfang der 70er Jahre waren wir wieder einmal so weit: Es ist nicht mehr Arbeit für alle da.

Wobei, Arbeit gäbe es genug, aber damit man als Mensch sozial leben kann, braucht es einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz ! Krankenhäuser z.B. reduzieren ja ihr Pflegepersonal nicht, weil es zuwenig Kranke gibt. Im Jugendbereich werden ja keine Stellen gekürzt, weil die Kinder bisher total überversorgt waren und darunter gelitten haben.

Eine innovative Idee ist das bedingungslose Grundeinkommen. Auf den folgenden Seiten möchte ich nicht DIE allein seligmachende Variante vorstellen, ich möchte vielmehr einige Grundgedanken über das Prinzip eines Grundeinkommens aufzeigen, die zum Nachdenken anregen sollen. Denn im Moment geht es einzig und allein um die Grundidee und die Perspektive, dass es neben dem System, das seit 40 Jahren unsere Probleme micht lösen konnte, auch andere Ideen gibt. Viel Spaß damit!

Mein Beitrag dazu sind Vorträge und Beteiligungen an Podiumsdiskussionen zu diesem Themenkomplex, bisher in Hannover, Nürnberg, Berlin und Erlangen. Für derartige Veranstaltungen stehe ich gerne zur Verfügung.

Die aktuelle Situation

Grundproblem Gerechtigkeit
Wir haben heute bereits ein Grundeinkommen - nur nicht bedingungslos. In Deutschland muss niemand hungern oder unter der Brücke schlafen. Die Zahlungen sind allerdings an Bedingungen geknüpft - und die werden akribisch überprüft. So umfaßt die Akte eines Hartz IV Empfängers schon mal 200 Seiten! Dieser gewaltige Prüfapparat kostet uns jährlich ca. 10 Milliarden Euro und bindet unendliche Kapazitäten.

Um diesen Menschen zu helfen haben wir inzwischen 155 verschiedene Zahlungen und Leistungen eingerichtet, die derart unübersichtlich sind, dass es tatsächlich niemanden mehr gibt, der das Gewirr durchblickt. Und eine systembedingte Ungerechtigkeit dabei ist, dass auch mit allen diesen Zahlungen nicht sichergestellt ist, dass ein Mensch, der arbeitet, in jedem Fall mehr Geld zur Verfügung hat als jemand, der von staatlicher Unterstützung lebt!

Ein weiterer Punkt ist die drohende Altersarmut. Nicht nur, dass die Höhe der Renten immer weiter sinkt - viele Menschen mit durchbrochenen Arbeitsbiographien hatten gar keine Gelegenheit, eine vernünftige Altersrücklage aufzubauen. Inzwischen weitet sich der Niedriglohnsektor immer weiter aus, unbefristete Arbeitsverhältnisse werden immer seltener. Die Riester-Rente ist dabei nur ein weiterer Schritt der Entsolidarisierung. Zur Erinnerung: Um die Kosten für die Versicherungen zu finanzieren, wurden alle(!) Renten um 5% gekürzt, also auch von Menschen, die gar nicht 'riestern'. Per Gesetz musste nachträglich festgelegt werden, dass man wenigstens die eingezahlten Beträge wieder ausgezahlt bekommt. Das heißt, 5% aller Rentenbezüge kassiert direkt die Versicherungswirtschaft!

Die Menschen werden ungeduldig - sie erleben immer mehr, dass die etablierten Parteien alles tun damit es den Mächtigen weiterhin gut geht und sich alles 'wirtschaftlich rechnet' - egal was das mit den Menschen macht. Nur ein Beispiel: Vor 30 Jahren hatten wir in den Krankenhäusern teilweise 2-3 Mal soviel Personal! Heute, mit einem wesentlich höheren Bruttosozialprodukt können wir uns das nicht mehr leisten - wer hat das ganze Geld kassiert?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das bestehende 'Sozial'-System vernünftig zu reformieren ist - blickt ja sowieso keiner mehr durch. Ein neues Modell wie das bedingungslose Grundeinkommen erfordert Mut und Gestaltungswillen. Wenn aber das Thema nicht angegangen wird, könnte uns das System aber um die Ohren fliegen....

Die Grundidee

Die Grundidee ist einfach: Jeder Mensch erhält monatlich einen Betrag ausbezahlt, und zwar bedingungslos, also ohne Arbeitszwang. Es gibt dazu verschiedene Modelle, häufig genannte Zahlen sind 500 - 700 ¤ pro Person, etwas mehr für Rentner, etwas weniger für Kinder und Jugendliche.

Entscheidend ist, dass alle Menschen zusätzlich staatlich finanziert über eine Kranken- und Pflegeversicherung verfügen. Somit wäre die soziale Existenz aller Menschen gesichert - das wäre ein komplett neuer Begriff von Freiheit!

Der entscheidende Vorteil: Nur mit einem derartigen Modell wäre in jedem Fall sicher gestellt, dass jeder der arbeitet, immer mehr Geld zur Verfügung hat als jemand, der nicht arbeitet. DIE zentrale Ungerechtigkeit des heutigen Systems wäre beseitigt!

Der Betrag
Es gibt auch Modelle, die von 1.500 ¤ reden. Ich halte diese Modelle für unseriös und bedenklich. Unseriös, weil sie sich nicht wirklich finanzieren lassen. Bedenklich, weil zum Menschen die Arbeit dazugehört. Es muss weiterhin einen Anreiz geben, sich eine Betätigung zu suchen.

Aber mit einem Grundeinkommen von z.B. 700 ¤ Netto und einer sozialen Absicherung MUSS ich nicht unbedingt jede Arbeit annehmen, und ich brauche nicht zwingend einen Vollzeit-Job. Eine 20- oder 30-Stunden Stelle tut es auch, und dadurch könnte sich die vorhandene Arbeit wesentlich besser verteilen.

Wichtige Arbeiten - speziell im sozialen Bereich - die heute nicht mehr gemacht werden können weil dazu das Geld fehlt, werden wieder möglich. Denn Menschen, die an dieser Arbeit Spaß haben, könnten diese Arbeit annehmen auch wenn sie wenig bezahlt wird - sie haben ja zusätzlich ein Grundeinkommen. Frauen, die einige Jahre zu Hause bleiben wollen um sich den Kindern zu widmen, werden dafür endlich bezahlt - und Männer natürlich auch!

Ein Studium würde nicht mehr so oft am Geld scheitern. Eine neue Geschäftsidee kann einfach mal ausprobiert werden - ohne dem Druck, schnell damit Geld zu verdienen. Die Probleme rund um Unterhalt wären zumindest reduziert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mehr Menschen bräuchten weniger von dem zu tun, was sie nicht wollen, und könnten mehr von dem tun, was sie wirklich wollen.

Die Finanzierung

Die wesentlichen Einwände gegen diese Idee sind

- Warum sollen alle Menschen Geld bekommen und nicht nur die, die es brauchen?
- So etwas läßt sich nicht bezahlen.

Heute zahlen die, die Arbeit haben, über die Steuern gewaltige Summen um die Menschen zu unterstützen, die in Not sind - und zusätzlich einen gewaltigen Betrag für einen irrwitzigen Kontroll- und Verwaltungs-Apparat. Auch ein Grundeinkommen würde wie bisher von denen bezahlt, die Arbeit haben - über höhere Steuern. Menschen ohne Arbeit erhalten das volle Grundeinkommen und sind sozialversichert. Menschen mit einem geringen Einkommen zahlen etwas mehr Steuern als vorher, da sie aber ein Grundeinkommen erhalten stellen sich erheblich besser als vorher. Es gibt einen wesentlich höheren Anreiz, Arbeit anzunehmen, da nicht - wie heute - den Menschen, die ALG II bekommen, 90% des Zuverdienstes wieder abgezogen wird.

Bis zu einem Jahreseinkommen von 60.000 ¤ (so z.B. der Grüne Vorschlag) profitiert man, da man mehr Grundeinkommen erhält, als man zusätzliche Steuern zahlt.

Bei 60.000 ¤ Jahreseinkommen ist es ein Null-Summen-Spiel, d.h. das, was man als Grundeinkommen erhält, zahlt man über die erhöhten Steuern zurück. Man bezahlt sich also sein Grundeinkommen selbst.

Bei Beträgen über 60.000 ¤ Jahreseinkommen bezahlt man nicht nur sein eigenes Grundeinkommen, sondern über höhere Steuern auch das Grundeinkommen der Menschen, die wenig verdienen oder keine Arbeit haben.

Letztendlich erhalten somit - wie heute - nur die Menschen wirklich Geld, die es nötig haben, allerdings auf eine absolut einfache, transparente und gerechte Art und Weise, die ein Bruchteil der heutigen Verwaltung benötigt. Die, die es nicht brauchen, zahlen es über die Steuern wieder zurück.

Es gibt inzwischen durchgerechnete und überprüfte Modelle. Die Frage lautet also nicht mehr: Geht das denn? sondern einzig und allein: Wollen wir weiter an einem System des 19. Jahrhunderts mit allen seinen Problemen festhalten, oder darf es vielleicht ein einfaches, transparentes und gerechtes System für das 21. Jahrhundert sein?

Kontakt

Christopher Bodirsky
Am Plessenfelde 1
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